Bad Alexandersbad (Lkr. Wunsiedel): Mutter der Babyleichen ermittelt

Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Der schreckliche Fund zweier Babyleichen am 23. Oktober 2013 in Bad Alexandersbad (Lkr. Wunsiedel) sorgte nicht nur in der Region, sondern auch überörtlich bei der Bevölkerung für Entsetzen. Die zuständige Kriminalpolizei Hof hatte eigens für diesen Fall eine Sonderkommission mit den Namen „Carport“ eingerichtet. Aufgrund der intensiven Ermittlungen und dem nun vorliegenden DNA-Gutachten der Rechtsmedizin Erlangen gelang es jetzt die Mutter der toten Babys festzustellen. Bei der Tatverdächtigen handelt es sich um eine Frau aus dem Landkreis Wunsiedel, die am Mittwoch festgenommen werden konnte und die sich derzeit in Untersuchungshaft befindet. Die weiteren Ermittlungen der Kriminalbeamten in enger Zusammenarbeit mit der Hofer  Staatsanwaltschaft dauern an.

Erschreckender Leichenfund

Die beiden bereits stark verwesten Körper der Neugeborenen waren bei Bauarbeitern in einem Erdaushub nahe Sichersreuth im Landkreis Wunsiedel entdeckt worden. Der dort abgekippte Abraum, der mit mehreren Lkw-Fuhren angeliefert worden war, stammte von einem Anwesen in der Bad Alexandersbader Markgrafenstraße, dessen Eigentümer zu diesem Zeitpunkt im Vorgarten ein Carport errichten wollte. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Hof nahmen noch am gleichen Abend die umfangreichen Ermittlungen auf, während Beamte der Wunsiedler Polizeiinspektion mit zahlreichen Unterstützungskräften die tatrelevanten Örtlichkeiten für die Untersuchungen absperrten. Eine Rechtsmedizinerin nahm noch in der Nacht die beiden Kinderleichen erstmals in Augenschein und Polizisten führten erste umfangreiche Befragungen der Anwohner durch. Die umgehend von der Kripo Hof errichtete Sonderkommission „Carport“ ließ eigens für Hinweise aus der Bevölkerung ein Telefon schalten. Trotz einiger weniger Anrufe, blieb der entscheidende Hinweis zur Aufklärung des mysteriösen Fundes der Leichen allerdings aus.

Schwierige rechtsmedizinische Untersuchungen

Weitere Erkenntnisse erhofften sich die Ermittler von den staatsanwaltschaftlich angeordneten Obduktionen der beiden Neugeborenen, die sich allerdings aufgrund des bereits starken Verwesungsgrades als äußerst schwierig gestalteten. Geklärt werden konnte, dass es sich bei den bislang unbekannten Körpern um einen weiblichen und um einen männlichen Leichnam handelt.

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