145. Coburger Convent verläuft friedlich

Insgesamt friedlich verlief der 145. Coburger Convent am vergangenen Pfingstwochenende. Bei den angemeldeten Gegendemonstrationen gab es nur wenig Grund zum Einschreiten für die Polizei.

Schon vor Beginn der Samstagsdemo musste ein 18-Jähriger am Bahnhofsvorplatz festgenommen werden. Gegen ihn bestand ein Haftbefehl wegen verschiedener Diebstahlsdelikte. Nach der Vorführung beim Ermittlungsrichter brachten ihn die Ordnungshüter in die Untersuchungshaft. Ein Demo-Teilnehmer war mit Stahlkappenstiefeln ausgerüstet angereist. Da die Versammlungsbehörde in einem Auflagenbescheid das Tragen dieses gefährlich zu verwendenden Schuhwerkes ausdrücklich untersagt hatte, nahm der junge Mann in Socken am Demo-Aufzug teil.

In der Nacht von Freitag auf Samstag musste die Polizei schlichtend in einem Traditionslokal in der Herrngasse eingreifen. Dort waren zwei Corps-Studenten unterschiedlicher Meinung wohl die Worte ausgegangen und sie tauschten ihre Argumente handgreiflich aus. Was dort genau vorgefallen war, müssen die Vernehmungen der Beteiligten noch ergeben.

Am Pfingstmontag hatten sich die Gegner des CC schon vormittags am Landestheater aufgestellt. Lautstark riefen sie ihre Parolen über den Schlossplatz. Da zwei Teilnehmer der Meinung waren, sich nicht an die Spielregeln halten zu müssen, werden sie wegen Auflagenverstößen angezeigt. Ein 25-Jähriger trug in der Demo eine mit mehreren Zentimetern langen Dornen besetzte Lederjacke. Die verletzungsträchtige Jacke musste verschwinden und der Besitzer wird angezeigt.

Beim Fackelzug am Pfingstmontagabend äußerten einige Gegner ihren Unmut lautstark auf der Mohrenkreuzung. Nach Aufforderung durch die Polizei machten sie den Weg aber frei und der Festzug konnte den Weg durch die Coburger Innenstadt fortsetzen. Mit der großen Abschlusskundgebung endete der Convent auf dem Markt.

 



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