A9 / Hof: Erste Erkenntnisse nach dem tödlichen Unfall

Nach der tödlichen Unfalltragödie am Freitagabend (5. Dezember) auf der Autobahn A9 bei Hof-West liegen der Polizei erste Erkenntnisse zum Unfallhergang vor. Bei der am Unglücksort verstorbenen Frau handelt es sich um eine 49-Jährige Frau aus dem Landkreis Kulmbach, die mit einem Seat unterwegs war. Wir berichteten.

Nach den bisherigen Erkenntnissen löste vermutlich ein 60-jähriger Berliner die fatale Kettenreaktion aus. Der Mann war gegen 19:15 Uhr mit seinem Nissan zwischen Münchberg-Nord und Hof-West unterwegs. Dabei geriet der 60-Jährige mit seinem Wagen zu weit nach links und prallte zunächst in die Mittelschutzplanke. Von dort schleuderte er wieder zurück auf die Fahrbahn und kollidierte mit einem Lkw eines 60-Jährigen aus Leipzig. Durch den Aufprall geriet der Sattelzug außer Kontrolle, rammte einen neben ihm fahrenden Kleintransporter und durchbohrte anschließend die Mittelschutzplanke. Quer zur Fahrbahn in Richtung München kamen der Lastwagen und der Kleintransporter zum Stehen. Diesem Hindernis konnte ein 52-jähriger Audi-Fahrer nicht mehr ausweichen und prallte in den Lkw.

Unklarheit über die Beteiligung der getöteten Frau am Unfall

Die Beteiligung der 49-jährigen Getöteten wurde bislang nicht zweifelsfrei geklärt. Fest steht, dass sie mit dem außer Kontrolle geratenen Sattelzug kollidierte. Anhand eines Gutachtens und weiterer Zeugenhinweise will die Polizei klären, ob die Frau in Richtung Norden oder auf der Gegenfahrbahn unterwegs war. Von den weiteren verletzten Unfallbeteiligten mussten drei in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Laut Polizei sind die Verletzungen aber bei allen nicht gravierend. Der Gesamtsachschaden liegt bei etwa 150.000 Euro. Für die Bergungs- und Reinigungsarbeiten war die A9 in Richtung München bis 4:00 Uhr gesperrt.

Polizei sucht Zeugen

Zeugenhinweise, insbesondere zur Fahrtrichtung des schwarzen Seat Leon, nimmt die Verkehrspolizei Hof unter der Telefonnummer 09281-704-803 entgegen.

 





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