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Amateurfußball: BFV hält begrenzte Zahl an Zuschauern für realistisch!

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hält den für September 2020 geplanten Re-Start der unterbrochenen Amateurfußball-Saison 2019/2020 mit einer zunächst begrenzten Zahl an Zuschauern für realistisch. Aus diesem Grund legte der Verband dem bayerischen Innenministerium ein detailliert ausgearbeitetes Hygiene-Musterkonzept vor. Eine Entscheidung darüber soll spätestens am 1. September erfolgen. Dann kommt der Ministerrat in München zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

In Baden-Württemberg 500 Zuschauer bei Fußballspielen wieder zugelassen

Der BFV erarbeitete bereits ein umfassendes Hygiene- und Schutzkonzept für seine Vereine als Mustervorlage. Dieses Konzept wird derzeit für den Trainingsbetrieb und Trainingsspiele umgesetzt. Es bildet in modifizierter Form auch die Basis für das Konzept für Spiele mit Zuschauern. Der Fußballverband weist in seinem Schreiben an das Innenministerium hin, dass kulturelle oder religiöse Veranstaltungen unter freiem Himmel bereits wieder stattfinden können und dabei bis zu 400 Besucher zugelassen sind. Im benachbarten Baden-Württemberg sind zudem 500 Zuschauer bei Fußballspielen wieder zugelassen, so der BFV in seinem Anliegen.

 

Wir sind der festen Auffassung, dass zumindest diese Vorgaben, die sich als sicher erwiesen haben und mittlerweile etabliert sowie anerkannt sind, auch für den bayerischen Amateurfußball gelten müssen. Ein Fußballplatz bietet in den meisten Fällen weitaus mehr Platz, um Abstandsregelungen einhalten zu können als etwa eine Freilichtbühne.

(Rainer Koch, BFV-Präsident)

 

BFV setzt sich für Öffnungsklausel ein

Der BFV setzt sich zudem für eine Öffnungsklausel ein, die vorsieht, dass kommunale Behörden auf Gegebenheiten vor Ort mit individuellen Regelungen reagieren können. So konnte in der letzten Woche das Eröffnungsspiel der Regionalliga Nordost zwischen Lok Leipzig und Hertha BSC Berlin II vor 3.115 Besuchern ausgetragen werden.

„Amateurfußball funktioniert nicht ohne Zuschauer“

Koch erklärte, das der Amateurfußball ohne Zuschauer nicht funktioniert. Der BFV sieht vielmehr jetzt den Zeitpunkt gekommen, anhand der Hygienekonzepte und Vorgaben einen Schritt in Richtung der Zulassung von Zuschauern zu machen. Der BFV betonte hierbei, dass sich die bayerischen Vereine in den letzten Wochen und Monaten an Regeln und Vorgaben hielten und mit den jeweiligen Lockerungen verantwortungsvoll umgingen.

 

Wir haben unsere Hausaufgaben im Sinne unserer über 4.500 bayerischen Fußball-Vereine gemacht und sind zudem auch spieltechnisch weitgehend startklar, wenn uns die Politik grünes Licht gibt. … Es ist nicht einfach, in dieser schweren Zeit weitreichende Entscheidungen zu treffen. Darum ist niemand zu beneiden, Bayern aber hat das vorbildlich gemacht und dafür möchten wir uns auch ausdrücklich bedanken.

(Rainer Koch, BFV-Präsident)



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