Di., 22.01.2013 , 14:29 Uhr

Arzberg Porzellan wird trotz Insolvenzantrag fortgeführt

Die Arzberg Porzellan GmbH hat gestern beim Amtsgericht Hof Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Volker Böhm von Schultze & Braun. Der Geschäftsbetrieb der Arzberg GmbH wird trotz Antragstellung ohne Einschränkungen fortgeführt. Die Löhne und Gehälter der mehr als 200 Mitarbeiter sind durch das Insolvenzgeld vorerst abgesichert.

Als Insolvenzursachen nannte das Unternehmen Umsatzeinbußen von über 25 Prozent im vergangenen Jahr durch den Verlust eines Großkunden sowie die starke Billig-Konkurrenz aus Asien. Zudem waren hohe Investitionen in energieeffiziente Ofenanlagen nötig geworden.

Vorrangiges Ziel des vorläufigen Insolvenzverwalters ist es nun, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren. Derzeit verschafft sich Böhm ein Bild von der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens und wird die Sanierungsoptionen prüfen. Böhm sieht gute Chancen, das Unternehmen zu erhalten: „Auch wenn sich Arzberg Porzellan in einem schwierigen Marktumfeld befindet, hat das Unternehmen Potential. Arzberg Porzellan besitzt eine starke Marke mit Designkompetenz und verfügt über eine moderne Produktionsstätte.“

 

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