Di., 13.01.2026 , 12:37 Uhr

Oberfranken / Deutschland

Das Unwort des Jahres 2025 ist: "Sondervermögen"

Unwort des Jahres wirke irreführend und beschönigend

Das Unwort des Jahres 2025 ist „Sondervermögen“. Das gab die Jury der sprachkritischen „Unwort“-Aktion in Marburg bekannt. Auf den zweiten Platz schaffte es das Wort „Zustrombegrenzungsgesetz“.

Viele Menschen kennen die eigentliche Bedeutung von „Sondervermögen“ nicht 

Die Jury erklärte, dass „Sondervermögen“ in der politischen Sprache oft benutzt werde. Das Wort präge die Debatte über Staatsverschuldung und Investitionsprogramme stark. Gleichzeitig verschleiere es, was wirklich gemeint ist: die Aufnahme von Schulden. Viele Menschen kennen die spezielle Bedeutung nicht und verstehen das Wort nur im Alltagssinn. Dadurch wirke das Wort irreführend und beschönigend.

„Zustrombegrenzungsgesetz“ schafft es auf den zweiten Platz 

Das Wort „Zustrombegrenzungsgesetz“ nutze eine Wassermetapher: Zuwanderung werde wie ein starkes „Hineinströmen“ dargestellt. Damit werde sie negativ und als Bedrohung wahrgenommen.

553 verschiedene Ausdrücke wurden für die Wahl eingereicht 

Das Unwort des Jahres wird aus Vorschlägen von Bürgerinnen und Bürgern gewählt. Dieses Jahr wurden 2.631 Einsendungen mit 553 verschiedenen Ausdrücken eingereicht, von denen etwa 70 den Kriterien der Jury entsprachen. Im Jahr 2024 war das Unwort des Jahres „biodeutsch“.

Jury Marburg Sondervermögen Unwort des Jahres 2025 Zustrombegrenzungsgesetz

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