So., 27.07.2014 , 10:37 Uhr

Hof: Polizei fällt nicht auf Schwindel herein

Eine regelrechte Räuberpistole versuchte am Sonntag ein 29-jähriger Hofer der Polizei aufzutischen. Kurz nach Mitternacht verständigte der Mann die Polizei und gab an, dass sein Fahrzeug von einer unbekannten Person beschädigt wurde und darüber hinaus nicht mehr an seinem eigentlichen Abstellort im Kammergutweg stehe. Die Beamten erkannten aber sofort, dass es sich bei dem Schaden um einen Unfallschaden und keine Sachbeschädigung handeln musste. Dem Schadensbild nach wurde davon ausgegangen, dass eine Person oder ein Gegenstand an- oder überfahren wurde.

Da der Mann zunächst an seiner Version festhielt, wurde die Nachbarschaft befragt. Zudem sollte ein Polizeihubschrauber die Absuche nach einer möglichen verletzten Person übernehmen. Da an diesem Abend auch mehrere Beamte der Bereitschaftspolizei Nürnberg in Hof anwesend waren, wurden sie in die Suche eingebunden. Während der Suche wurde eine 45 Meter lange Bremsspur in der Eppenreuther Straße in Fahrtrichtung zur Bundestrasse 2 gefunden. Zudem lag im Seitengraben ein umgefahrenes Verkehrszeichen und ein Teil des Fahrzeugs.

Wiederum mit den Tatsachen konfrontiert, gab dann der Mann zu mit dem Pkw an das Schild gefahren zu sein. Der Grund war ebenfalls schnell gefunden. Ein durchgeführter Alkotest ergab einen Wert von 1,32 Promille. Die obligatorische Blutentnahme und die Sicherstellung seines Führerscheins folgten. Am Fahrzeug entstand ein Sachschaden in Höhe von 5000 Euro, am Verkehrszeichen 500 Euro.



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