Fr., 01.03.2013 , 13:21 Uhr

Insolvenzverfahren für Arzberg Porzellan eröffnet

Der Geschäftsbetrieb der insolventen Arzberg-Porzellan GmbH läuft auch nach der heutigen Eröffnung des Insolvenzverfahrens uneingeschränkt weiter. Zum Insolvenzverwalter bestellte das zuständige Insolvenzgericht Volker Böhm von Schultze & Braun, der bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt war.

„Die Geschäfte laufen zufriedenstellend, negative Beeinträchtigungen hat es durch die Insolvenz nicht gegeben“, sagte Böhm. „Allerdings bestehen in der Produktion deutliche Überkapazitäten, die auch ein wesentlicher Grund für die Insolvenz waren.“ Dennoch will Böhm zunächst auf Entlassungen verzichten. Die bestehenden Überkapazitäten wird er über Kurzarbeit ausgleichen. Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist das Insolvenzgeld ausgelaufen. Das Unternehmen muss nun die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer wieder aus den laufenden Einnahmen decken.

Unterdessen ist die Investorensuche angelaufen. „Ich stehe bereits mit ersten Interessenten im Gespräch“, berichtete Böhm. „Mein Ziel ist unverändert der Erhalt des Unternehmens und möglichst vieler Arbeitsplätze. Doch hängt alles davon ab, ob sich ein Investor findet, der Unternehmen und Standort wieder eine langfristige Perspektive bieten kann.“

Die Arzberg-Porzellan GmbH hatte am 22. Januar 2013 Insolvenz angemeldet. Böhm war es schnell gelungen, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren. Anschließend hatte er erste Schritte zur Sanierung des Unternehmens eingeleitet und den früheren Rosenthal-Vertriebsvorstand Jürgen Brückner als Berater für Marketing und Vertrieb ins Unternehmen geholt.

 

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