1943 wurde der damals junge Erhard Kaasche nach einer Kriegsverwundung im Lazarett in Bad Alexandersbad behandelt. Eigentlich soll er nach seiner Genesung zurück an die Front, doch Krankenschwester „Resi“ ermöglicht ihm, noch länger im Lazarett zu bleiben. Zwischen den beiden entsteht eine besondere Bindung.
Aus einer Geschichte wird ein Roman
Jahrzehnte später liest Autorin Lara Ried von Erhard Kaasches Geschichte und schreibt daraus den Roman „Septemberjunge“. Im Mai dieses Jahres lesen die beiden gemeinsam in Bad Alexandersbad aus dem Buch. Für Erhard Kaasche ist die Geschichte noch nicht abgeschlossen. Der heute 101-Jährige möchte sich bei „Schwester Resi“ beziehungsweise ihrer Familie für das bedanken, was sie damals für ihn getan hat.
Die Suche nach „Resi“
Doch wer die Krankenschwester war und was aus ihr geworden ist, ist bislang unklar. Bekannt ist: Sie arbeitete beim Roten Kreuz und war auf Physiotherapie spezialisiert. Ihr Mann oder Verlobter soll etwa 1943 im Krieg gefallen sein. Gemeinsam mit der Gemeinde Bad Alexandersbad startet Lara Ried deshalb einen öffentlichen Aufruf. Gesucht werden Angehörige oder Nachfahren von „Schwester Resi“. Vielleicht gelingt es tatsächlich noch, nach mehr als 80 Jahren eine Verbindung herzustellen – und Erhard Kaasche kann endlich persönlich „Danke“ sagen.
Weitere Infos und auch das Buch „Septemberjunge“ gibt es im Gemeindebüro Bad Alexandersbad.