Wie packt man 30 Jahre Amtszeit in eine Veranstaltung? Vor dieser Herausforderung standen die Organisatoren der Abschiedsfeier von Klaus Peter Söllner. Der Kulmbacher Landrat geht zum 01. Mai in den Ruhestand. Bei der Veranstaltung in der Steinachtalhalle von Stadtsteinach, Söllners Heimatort, wollte 380 geladene Gäste dabei sein.
Ein Lebenswerk wird geehrt
Ein Höhepunkt war die Verleihung des Ehrenrings. Diesen haben seit 1972, dem Jahr der Gebietsreform in Bayern, erst drei Personen vor Klaus Peter Söllner erfahren. Stellvertreter Jörg Kunstmann zählte die Verdienste des scheidenden Landrats auf, zog Vergleich zu dessen Leidenschaft Fußball: „Egal auf welcher Posiition, auf ihn wäre Verlass und er wäre der Kapitän“. Kommentarlos wollte Söllner das Lob nicht hinnehmen: „Ich hoffe, die anwesende Geistlichkeit verzeiht diese Übertreibung“, sagte der 69-jährige mit einem Schmunzeln, „ich werde in meiner eigentlichen Dankesrede einiges richtigstellen.“
Aneinanderreihung von Highlights
Die Veranstaltung zog sich am Ende über mehr als vier Stunden. Grußworte von Umweltminister und Freie-Wähler-Kollege Thorsten Glauber und Staatssekretär Martin Schöffel (der CSU-Politiker ist Stimmkreisabgeordneter für Wunsiedel und Kulmbach) reihten sich an eine Talkrund, an der u.a. Bezirkstagspräsident Henry Schramm (CSU) und der Landtagsabgeordnete Rainer Ludwig (FW) teilnahmen. Die einhellige Meinung: mit Klaus Peter Söllner gehe nicht nur ein erstklassiger Kommunalpolitiker, sondern ein feiner Mensch.
Musikalisches Ende
Musik war ein wichtiger Faktor der Feier. Der Kulmbacher Bürgermeisterchor hatte sich zum 50. Geburtstag von Klaus Peter Söllner gefunden, das war 2006. Ein Abschiedsständchen ließen sich die Mitglieder in der Steinachtalhalle nicht nehmen. Regierungspräsident Florian Luderschmid und Barfly-Frontmann Karsten Friedrich hatte die Hymne des FC Bayern München, „Stern des Südens“, jeweils in eigener Version auf Klaus Peter Söllner zugeschnitten. 160 Musikerinnen und Musiker brachten zusammen mit den Büttnern vor der Halle dem scheidenden Landrat ein Ständchen. Der dankte zum Schluss vor allem seiner Frau: „Sie hat mir 30 Jahre den Rücken freigehalten.“