Am Standort des Landesamts für Umwelt in Kulmbach wurde am 27.02.2026 das hochmoderne Kompetenzzentrum für Strahlenschutz eröffnet. Damit entsteht neben Augsburg ein zweites gleichwertiges und leistungsstarkes Strahlenschutzlabor in Bayern. Im Aufsichtslabor werden Proben untersucht, die bei den Kontrollen vor Ort im medizinischen und gewerblichen Bereich anfallen, vor allem aber aus dem Rückbau der bayerischen Kernkraftwerke stammen.
Mit dem neuen Kompetenzzentrum für Strahlenschutz setzen wir auf modernste Messtechniken und Laborstandards. So schaffen wir verlässliche Strukturen für ein Höchstmaß an Sicherheit.
Thorsten Glauber, Bayerischer Umweltminister
Im neuen Labor werden künftig die Messungen im Zusammenhang mit dem Rückbau der Kernkraftwerke gebündelt. Dazu zählen insbesondere Freigabemessungen sowie die strahlenschutztechnische Überwachung des eingesetzten Personals. Zudem werden die Labore in Augsburg und Kulmbach gleichrangig als sogenannte „IMIS-Landesmessstellen“ betrieben. Sie übernehmen die Überwachung der allgemeinen Umweltradioaktivität und die Messungen bei radiologischen Ereignisfällen, darunter die Untersuchung von Lebensmitteln, Futtermitteln und Umweltproben. Für Bayern sind im Routinebetrieb jährlich rund 2.000 Umweltproben zu untersuchen. Im Intensivbetrieb kann die Zahl auf mehrere hundert Proben pro Tag ansteigen. Die Baukosten belaufen sich auf rund 40 Millionen Euro.