Nach sechs Jahren an der Spitze der Wagnerstadt endet die Ära von Oberbürgermeister Thomas Ebersberger. Wer emotionale Ausbrüche zum Abschied erwartet, kennt den Rathauschef schlecht: Gewohnt sachlich und mit einer gehörigen Portion hanseatischer Nüchternheit zieht er Bilanz. Sein Resümee fällt positiv aus; Ebersberger blickt zufrieden auf das zurück, was er gemeinsam mit seiner Verwaltung auf den Weg gebracht hat.
Ruhestand mit wenig Ruhe
Mit der offiziellen Amtsübergabe schlägt er nun ein neues Kapitel auf. Ruhestand im klassischen Sinne? Davon möchte der scheidende Rathauschef wenig wissen – sein neuer Lebensabschnitt soll bewegt bleiben. Dabei ist die Dynamik der letzten Tage fast schon ironisch: Schien der Moment des Abschieds nach der Wahlniederlage im März noch in weiter Ferne, gewannen die letzten Wochen eine unerwartete Eigendynamik. Die Zeit verging dann doch wesentlich schneller, als er gedacht hätte, so Ebersberger kurz vor dem finalen Schritt aus dem Amt.