In Bayreuth setzten Michel Friedman und Katharina Wagner die Erinnerungskultur fort, indem sie den Zustand der politischen Debatte und die Rolle von Richard Wagner in der NS-Zeit kritisch hinterfragen.
Ausstellung „Verstummte Stimmen“ ein Zeichen gegen Antisemitismus und das Vergessen
Michel Friedman betonte, dass die Familie Wagner trotz des Antisemitismus von Richard Wagner als Mittäter an der musikalischen Propaganda des SS-Regimes eingestuft wird. Gemeinsam besuchen sie die Ausstellung „Verstummte Stimmen“, um die Geschichte der Festspiele unter dem Naziregime und das Schicksal jüdischer Künstlerinnen und Künstler aufzuarbeiten. Die Bayreuther Festspiele nutzen diesen Anlass, um gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit auf der politischen Ebene zu positionieren und eine klare Ablehnung des Vergessens zu signalisieren.