Vor dem Landgericht Bayreuth hat am Mittwoch (4. November) der Prozess gegen zwei 21-Jährige begonnen, die bei der Kulmbacher Bierwoche 2025 einen Mann lebensgefährlich verletzt haben sollen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten gemeinschaftlich versuchten Mord vor, während die Verteidigung eine Tötungsabsicht entschieden zurückweist.
Aufnahmen zeigen exzessive Gewalt
Im Juli 2025 soll das Duo am Kulmbacher Holzmarkt auf einen 27-Jährigen eingeschlagen und selbst am Boden liegend weiter auf ihn eingetreten haben. Die Tat wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet, und das Opfer überlebte die schweren Verletzungen nur dank einer Notoperation. Zum Prozessauftakt vor der Jugendkammer schwiegen die Angeklagten zunächst persönlich und ließen lediglich Erklärungen durch ihre Anwälte verlesen.
Streit um Mordabsicht und Drogenkonsum
Dabei wiesen die Verteidiger jegliche Mordabsicht sowie einen gemeinsamen Tatplan strikt zurück. Eine wichtige Rolle im Verfahren wird der erhebliche Alkohol- und Kokainkonsum der Beteiligten während der Tatnacht spielen. Das Gericht muss nun anhand von Zeugenaussagen und Beweisen klären, wie die Gewaltanwendung juristisch zu bewerten ist. Für den Prozess sind sieben weitere Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil könnte am 27. November fallen.