Wenn Monika Einhellig und ihre Tochter heute an den Trebgaster Badesee fahren, ist nichts mehr wie früher. Mit jedem Blick aufs Wasser kehren die Erinnerungen zurück. Sekunden, die sich eingebrannt haben. Was als unbeschwerter Sommertag begann, wurde innerhalb weniger Augenblicke zum Albtraum. Noch heute sehen Mutter und Tochter die dramatischen Szenen vor sich. Noch heute hören sie die verzweifelten Hilferufe eines Vaters, der um das Leben seines fünfjährigen Sohnes bangt.
Als andere erstarrten, rettete sie ein Leben
Monika Einhellig zögerte keine Sekunde. Während viele Umstehende noch versuchten zu begreifen, was passiert ist, handelte sie. Ruhig, entschlossen und mit klarem Kopf begann sie sofort mit den lebensrettenden Maßnahmen. Dass sie in dieser Ausnahmesituation die Nerven behielt, ist kein Zufall. Als Realschullehrerin bildet sie an ihrer Schule Ersthelfer aus. Genau dieses Wissen gab ihr die Sicherheit, im entscheidenden Moment richtig zu reagieren – und rettete dem Kind das Leben.
Während sie kämpfte, filmten andere
Doch neben der Erleichterung über die gelungene Rettung bleibt ein Erlebnis, das Monika Einhellig bis heute erschüttert. Während sie um das Leben des Jungen kämpfte, blieben einige Schaulustige stehen. Statt den Notruf zu wählen oder zu helfen, zückten sie ihre Handys und filmten das Geschehen. Ein Moment, der die Retterin bis heute sprachlos macht – und der die Frage aufwirft, warum manche Menschen lieber zuschauen als eingreifen.
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