Die Zeiten, in denen jedes Dorf eine Kirche mit Pfarrer besaß, sind lange vorbei. In den kommenden zehn Jahren rechnet die Institution wegen sinkender Mitgliederzahlen mit 40 bis 50 Prozent weniger Kirchensteuereinnahmen. Das stellt die Kirche nun vor große Herausforderungen: Dekanatsbezirke sollen zusammengelegt und kirchliche Immobilien geprüft werden.
„Wir erleben einen der größten Transformationsprozesse innerhalb unserer Kirche, wahrscheinlich größer als in der Reformationszeit“
So spricht Jürgen Hacker, Dekan des Dekanatsbezirks Bayreuth-Süd über die anstehende Strukturreform der evangelischen Kirche in Bayern. Anfang 2025 wurde der Dekanatsbezirk Bayreuth-Bad Berneck mit dem Dekanatsbezirk Pegnitz fusioniert. Dekan Hacker sieht darin sowohl Vor- als auch Nachteile.
Ab 2027 gemeinsamer Kirchenkreis Franken
Auch über die Grenzen Oberfrankens hinaus wird zusammengelegt. So gibt es ab 2027 keinen eigenen Kirchenkreis Bayreuth mehr. Dieser wird mit den Kirchenkreisen Nürnberg und Ansbach-Würzburg zu einem gemeinsamen Kirchenkreis Franken fusioniert. Der soll dann von zwei Regionalbischöfen mit Sitz in Ansbach und Bayreuth geleitet werden, eine davon wird Berthild Sachs sein.
Regionalbischöfin Berthild Sachs sieht positiv in die Zukunft
Trotz der vielen Herausforderungen in den kommenden Jahren stehen Berthild Sachs und Jürgen Hacker der Zukunft positiv und zuversichtlich gegenüber. Oberfranken mit seinen zahlreichen Ehrenamtlichen wird den Wandel gut überstehen.