Di., 30.12.2025 , 17:26 Uhr

Oberfanken

"Die Panik kann mehrere Tage anhalten": Wie Tiere und Menschen mit Silvesterfeuerwerk umgehen

Tiere leiden ab dem ersten Knall

In Bamberg laufen die letzten Vorbereitungen für die Silvesternacht. Kurz nach Mitternacht soll der Himmel so bunt erleuchten wie zur Sandkerwa. Initiiert wurde das Projekt von Heiko Küffner, dem Vorsitzenden des Bürgervereins Bamberg Mitte. Für ihn gehört Feuerwerk zur Silvestertradition – eine Tradition, die sich jedoch wandeln könne. Statt unkontrollierter Böllerei setzt die Stadt auf ein zentrales, professionelles Feuerwerk für alle.

Spendenfinanziert und professionell organisiert

Das rund 20-minütige Höhenfeuerwerk wird vollständig durch Spenden finanziert. Gezündet wird es von einem Floß auf der Regnitz. Mit dem Start der Raketen beginnt für Küffner nicht nur ein neues Jahr, sondern auch ein Richtungswechsel: weniger Chaos in der Silvesternacht, mehr Sicherheit und ein gemeinsames Erlebnis für die Stadtgesellschaft.

Tierwohl rückt in den Fokus

Doch nicht nur die Sicherheit spielt eine Rolle. In einer Umfrage wird deutlich: Vielen Menschen geht es vor allem um den Schutz derjenigen, die dem Lärm ungefragt ausgesetzt sind – insbesondere Tiere. Der Trend geht klar in Richtung Verzicht auf privates Feuerwerk. Die Belastung für Haus- und Wildtiere bleibt trotz zentraler Lösungen hoch.

Stress im Tierheim und Flucht in den Wald

Im Tierheim Hof ist der Jahreswechsel eine besondere Herausforderung. Bewachen und Beruhigen gehören dort zum Silvesterprogramm, denn das empfindliche Gehör der Tiere macht die Knallerei für sie zur Qual. Auch in der Natur suchen Tiere Schutz: Jägerin Claudia Breit aus dem Landkreis Hof warnt, dass aufgeschrecktes Wild unkontrolliert flüchtet – mit Risiken nicht nur für die Tiere selbst, sondern auch für den Menschen.

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