Bis auf den letzten Platz gefüllt ist die Oberfrankenhalle in Bayreuth, als der Stadtjugendring zur Podiumsdiskussion einlädt. Im Mittelpunkt stehen die Fragen junger Menschen an die neun Kandidatinnen und Kandidaten der kommenden Oberbürgermeisterwahl. Auch wenn viele der anwesenden Schülerinnen und Schüler noch nicht wahlberechtigt sind, erhalten sie hier die Möglichkeit, ihre Themen und Anliegen direkt an die Politik zu richten.
Politische Teilhabe kennt kein Wahlalter
Bereits im vergangenen Jahr hatte der Stadtjugendring Bayreuth anlässlich der Bundestagswahl zu einer ähnlichen Veranstaltung eingeladen. Für die Organisatoren sind solche Formate aktueller denn je. Politische Teilhabe dürfe nicht allein vom Wahlalter abhängen, sondern müsse frühzeitig ermöglicht werden.
Mehr als nur Party im Kopf
Dass das Interesse an Politik groß ist, zeigt sich nicht nur an den voll besetzten Tribünen. Auch Lehrkräfte beobachten, dass sich junge Menschen intensiv mit politischen Themen auseinandersetzen und klare Meinungen vertreten.
Klare Forderungen an die Stadtpolitik
In Umfragen unter den Schülerinnen und Schülern wird deutlich: Die junge Generation hat konkrete Erwartungen an die Politik. Dabei liegen die Schwerpunkte vor allem bei den Themen: Naturschutz, Lebensqualität und ÖPNV. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion fand die U18-Wahl statt. Alle Jugendlichen, die wollten, konnten dabei ihre politische Meinung zum Ausdruck bringen. Auch wenn die Ergebnisse noch ausstehen, ist die Botschaft an die künftige Bayreuther Stadtspitze bereits jetzt klar: Bayreuth soll eine Stadt sein, die auch für junge Menschen lebenswert ist.