E-Scooter sind seit ihrer Zulassung 2019 fester Bestandteil des Straßenverkehrs. Doch mit ihrer zunehmenden Verbreitung steigt auch die Zahl der Unfälle. In Oberfranken registrierte die Polizei von Januar bis Ende August 2026 bereits 136 Verkehrsunfälle mit E-Scootern. Das sind neun mehr als im gesamten Vorjahr. Ein schwerer Zusammenstoß zwischen einem Motorradfahrer und einer E-Scooter-Fahrerin in Bamberg zeigt, welche Folgen Unfälle haben können.
Schnell unterwegs – aber nicht immer sicher
Viele nutzen E-Scooter für den Arbeitsweg oder kurze Strecken im Alltag. Auch die 19-jährige Karlotta aus Marktredwitz fährt regelmäßig mit dem Roller. Dabei trägt sie einen Helm und achtet auf ihre Sicherheit. Doch nicht alle halten sich an die Verkehrsregeln. Besonders das Fahren auf Gehwegen, Unachtsamkeit und unangepasste Geschwindigkeit bergen Risiken – für Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer.
Polizei beobachtet zunehmendes Fehlverhalten
Die Unfallzahlen haben sich in Oberfranken seit 2023 mehr als verdreifacht. Gleichzeitig stellt die Polizei vermehrt Verstöße fest. Dazu gehören unter anderem Fahrer unter 14 Jahren und die Missachtung geltender Verkehrsregeln. Verkehrsexperten sehen vor allem bei der Sicherheit und dem Risikobewusstsein der Fahrer Nachholbedarf. Denn auch wenn keine Fahrprüfung vorgeschrieben ist, müssen E-Scooter-Fahrer die Verkehrsregeln kennen und einhalten.
Helm und Rücksicht können Leben retten
Ein Helm ist für E-Scooter-Fahrer zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, kann bei einem Sturz aber vor schweren Kopfverletzungen schützen. Verkehrsexperte Uwe Herrmann von der Kreisverkehrswacht Hof appelliert deshalb, freiwillig einen Helm zu tragen, vorausschauend zu fahren und Rücksicht auf andere zu nehmen. Auch Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren und Vorschriften aufklären. Denn entscheidend ist nicht, wie schnell man ans Ziel kommt, sondern dass man sicher ankommt.