Phädra ist gemeinsam mit Medea die vielleicht tragischste Frau in der griechischen Mythologie, und kann einen durchaus illustren Stammbaum vorweisen: Ihre Großväter sind der Sonnengott Helios und der oberste Göttervater Zeus, ihr Vater ist der sagenhafte König Minos von Kreta. Zwar ist sie die zweite Frau von König Theseus, doch durch einen Zauber der Aphrodite verliebt sie sich in ihren eigenen Stiefsohn. Als der sie aber zurückweist, nimmt sich die dank ihrer beneidenswerten Gene bildschöne Prinzessin das Leben – aber nicht, ohne der Nachwelt einen Abschiedsbrief mit verheerendem Inhalt zu hinterlassen.
Ersteinblick in Coburger „Phädra“-Inszenierung
Die georgische Autorin Nino Haratischwili hat sich diesen Stoff als Vorbild genommen, schafft in ihrer Version aber deutliche Bezüge zur Gegenwart. Phädra verliebt sich in ihrer Neuinterpretation in eine Frau, besser gesagt in die Verlobte ihres Sohnes. Ein gesellschaftlicher Skandal, dessen Folgen am Samstag (14. Februar) im Coburger Globe zu erleben sind – bei der Coburger Premiere von „Phädra, in Flammen“. TVO hat vorab einen ersten Einblick erhalten!