Wenn es draußen früher dunkel wird, beginnt für viele die gemütliche Jahreszeit. Doch während in den Häusern die Lichter angehen, wittern Einbrecher ihre Chance. Gerade in der Dämmerung sind Wohnungseinbrecher häufig unterwegs. Wie groß die Gefahr in Oberfranken ist, zeigen die Zahlen der Polizei: 2024 wurden in der Region 280 Wohnungseinbrüche registriert – 2023 waren es noch 243. Das entspricht einem Anstieg von rund 15 Prozent. Gleichzeitig blieb 2024 fast jeder zweite Einbruch im Versuchsstadium stecken.
Doch wie schützen sich die Menschen vor ungebetenen Gästen? In Bayreuth haben wir nachgefragt: Haben die Menschen Angst vor Einbrüchen? Und welche Vorkehrungen treffen sie, um ihr Zuhause sicherer zu machen? Die Antworten zeigen, wie unterschiedlich die Menschen mit dem Thema umgehen.
So lässt sich das eigene Zuhause schützen
Kriminaloberkommissar Dominik Klose vom Polizeipräsidium Oberfranken weiß, worauf es beim Einbruchschutz ankommt. Schon kleine Nachlässigkeiten können Einbrechern den Zugang erleichtern. Ein gekipptes Fenster etwa ist für die Polizei ein offenes Fenster. Auch auf gekippte Terrassen- und Balkontüren sollte deshalb niemand vertrauen. Wer sein Haus verlässt, sollte sämtliche Fenster und Türen vollständig verschließen. Bei längerer Abwesenheit empfiehlt es sich außerdem, die Wohnung bewohnt wirken zu lassen, beispielsweise durch zeitgesteuerte Beleuchtung.
Doch was tun, wenn man nach Hause kommt und feststellt, dass eingebrochen wurde? Ist nicht sicher, ob sich der Täter noch in der Wohnung befindet, sollte man keinesfalls hineingehen. Stattdessen gilt: Abstand halten und die Polizei über den Notruf 110 verständigen. Auch nach einem Einbruch sollte möglichst nichts angefasst oder verändert werden, damit die Ermittler Spuren sichern können.
Nach dem Einbruch: Was für die Versicherung wichtig ist
Neben dem Schock bleibt häufig der materielle Schaden. Hier kann eine Hausratversicherung helfen. Wichtig ist, den Einbruch bei der Polizei anzuzeigen und den Schaden zeitnah der Versicherung zu melden. Eine sogenannte Stehlgutliste, auf der alle gestohlenen Gegenstände möglichst genau aufgeführt sind, gehört ebenfalls dazu. Fotos, Rechnungen und Seriennummern können helfen, den Besitz nachzuweisen. Ob und in welcher Höhe die Versicherung zahlt, hängt vom Vertrag und den konkreten Umständen ab.
Ein Einbruch lässt sich nicht immer verhindern. Doch wer Fenster und Türen konsequent sichert, auf verdächtige Beobachtungen achtet und im Ernstfall richtig handelt, kann das Risiko verringern. Denn gerade in der dunklen Jahreszeit gilt: Ein kurzer Sicherheitscheck kann viel bewirken.
Kostenlose Beratungsangebote der Kriminalpolizei
Falls Sie wissen möchten, ob ihre vier Wände bereits ausreichend vor Einbrüchen geschützt sind, oder was Sie machen könnten, um die Sicherheit ihres Heims zu verbessern, melden Sie sich bei Ihrer nächstgelegenen Kriminalpolizei-Dienststelle. Diese bieten sowohl präventiv als auch nach einem Einbruch kostenfreie Beratungsangebote an.