Gemütlich warm, aber bitte nicht unbezahlbar
Die Temperaturen sinken, die Heizungen laufen – und bei vielen Menschen steigt die Sorge vor der nächsten Rechnung. Denn Heizen ist längst mehr als eine Frage der Wohlfühltemperatur. Es ist eine Frage des Geldbeutels. Ob Gas oder Heizöl: Schwankende Energiepreise, steigende Kosten und die Unsicherheit über die weitere Entwicklung machen vielen Privathaushalten zu schaffen.
Krisen und Steuern treiben die Preise
Die Energiepreise gleichen seit Jahren einer Achterbahnfahrt. Auch aktuell müssen sich Verbraucher auf eine teure Heizsaison einstellen. Der Hofer Energielieferant Sebastian Leu sieht unter anderem die Kriege im Iran und in der Ukraine als Gründe für die angespannte Lage auf den Energiemärkten. Doch nicht nur internationale Krisen schlagen auf die Rechnung durch. Auch der CO₂-Preis sowie Energie- und Mehrwertsteuer beeinflussen die Kosten. Heizöl ist inzwischen mehr als 40 Prozent teurer als vor einem Jahr. Beim Gas sind die Preise ebenfalls deutlich gestiegen – teilweise sogar auf das Dreifache des Vorjahresniveaus. Für viele Haushalte wird die Wärme damit zunehmend zur finanziellen Herausforderung.
Vorsicht vor vermeintlichen Schnäppchen
Wenn jeder Euro zählt, klingt ein besonders günstiges Heizölangebot verlockend. Doch genau hier wittern Betrüger ihre Chance. In sogenannten Fake-Shops locken sie mit vermeintlichen Schnäppchen, kassieren das Geld und liefern häufig keine Ware. Die Verbraucherzentrale Bayern rät deshalb, bei auffällig günstigen Angeboten genau hinzuschauen. Denn aus dem erhofften Spargeschäft kann schnell eine teure Falle werden.
Clever heizen, ohne zu frieren
Ganz machtlos sind Verbraucher den hohen Kosten allerdings nicht ausgeliefert. Schon kleine Veränderungen können helfen, Energie zu sparen. Ein Grad weniger Raumtemperatur macht sich beim Verbrauch bemerkbar. Außerdem sollten Heizkörper nicht zugestellt, Räume regelmäßig und richtig gelüftet und die Heizung optimal eingestellt werden. Auch eine regelmäßige Wartung kann sich lohnen.