Nach mehr als einer Woche intensiver Löscharbeiten ist der Waldbrand im Müritz-Nationalpark vorerst unter Kontrolle. Betroffen war eine Fläche von rund 400 Hektar. Zwar ist das Feuer noch nicht vollständig gelöscht, da sich weiterhin Glutnester mit Temperaturen von bis zu 160 Grad Celsius im Boden befinden, dennoch sprechen die Einsatzkräfte von einem entscheidenden Erfolg. Begünstigt wurde die positive Entwicklung durch die Niederschläge am Montag, 20. Juli.
Bereits am Sonntag konnten die Einsatzkräfte des EU-Waldbrandmoduls GFFF-V aus Niedersachsen ihren Einsatz im Abschnitt „Bahn“ beenden. Auch die Feuerwehrkräfte aus Brandenburg bauten ihr Hytrans-System zurück und traten noch am Abend die Heimreise an.
Bayerische Einsatzkräfte auf Rückreise
Das Bayerische Fähigkeitsmodul mit Feuerwehrkräften aus Mittel- und Oberfranken konzentriert sich derzeit auf die letzten Arbeiten im Einsatzgebiet. Dazu gehören die Optimierung der verbliebenen Wasserförderstrecken und der angeschlossenen Kreisregner sowie der schrittweise Rückbau von Schlauchleitungen. Gleichzeitig wird das eingesetzte Material für den Transport vorbereitet und grob gereinigt.
Dank für Solidarität und Zusammenarbeit
Die Einsatzleitung hebt die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit aller beteiligten Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Behörden hervor. Ein Einsatz dieser Größenordnung sei nur durch die enge Kooperation der zahlreichen Kräfte aus verschiedenen Bundesländern möglich gewesen.
Besonders bewegend sei zudem die Unterstützung aus der Bevölkerung gewesen. Zusätzliche Verpflegung, selbst gestaltete Plakate und zahlreiche aufmunternde Botschaften hätten den Einsatzkräften in den vergangenen Tagen immer wieder Anerkennung und Motivation vermittelt.
Durch die überregionale Unterstützung konnten die seit Tagen im Dauereinsatz befindlichen Kräfte aus der Müritz-Region zumindest zeitweise entlastet werden. Die Verantwortlichen hoffen nun, dass die verbleibenden Nachlöscharbeiten zügig und sicher abgeschlossen werden können und sich der Müritz-Nationalpark bald von den Folgen des Großbrandes erholt.