Im Krankenhaus erhält jeder Patient die medizinische Hilfe, die er benötigt. Doch immer häufiger schlägt Dankbarkeit gegenüber Ärzten und Rettungskräften in Aggression um. Angriffe auf Klinikpersonal und Einsatzkräfte nehmen seit Jahren zu. Laut Bundeskriminalamt wurden im Jahr 2024 bundesweit rund 3.000 Rettungskräfte Opfer von Gewalt im Einsatz.
Patient greift Rettungssanitäter an
Auch in Kulmbach kam es kürzlich zu einem solchen Vorfall. Ein Patient griff Rettungssanitäter während eines Einsatzes an. Die Einsatzkräfte blieben unverletzt, da sie sich rechtzeitig in das Fahrerhaus des Krankenwagens zurückziehen konnten. Noch bevor die alarmierte Polizei eintraf, flüchtete der Mann aus dem Rettungswagen. Wenig später gelang es der Polizei Kulmbach jedoch, den Tatverdächtigen festzunehmen.
Sicherheitspersonal in Notaufnahmen
Ähnliche Situationen erleben auch Mitarbeiter am Klinikum Bayreuth. In der Vergangenheit mussten dort vereinzelt Sicherheitskräfte das Personal in der Notaufnahme unterstützen. In einigen Kliniken in Deutschland werde inzwischen sogar über den Einsatz stichsicherer Westen für das medizinische Personal nachgedacht, erklärt Jürgen Weigand. Am Klinikum Bayreuth sei dies bislang zwar nicht notwendig, dennoch werde das Personal gezielt in Deeskalations- und Verteidigungstechniken geschult.
Appell von Klinikpersonal
Die Kliniken appellieren deshalb an Patienten und Angehörige, respektvoll mit medizinischem Personal umzugehen. Ärzte, Pflegekräfte und Rettungssanitäter stünden täglich unter hoher Belastung und leisteten einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit der Gesellschaft. Gewalt dürfe dabei keinen Platz haben.