Der sofortige Rücktritt der Bundesregierung und Neuwahlen, die Abschaffung der CO₂-Steuer sowie die Abschiebung straffälliger und illegal eingereister Migranten gehören zu den Forderungen von „Projekt M1llion – Einigkeit für Deutschland“. Insgesamt umfasst der Forderungskatalog elf Punkte. Am Samstag (12. September) beteiligten sich rund 1.500 Menschen in der Bamberger Innenstadt an der angemeldeten Demonstration des Bündnisses. Im Vorfeld waren bis zu 10.000 Teilnehmer angekündigt.
Initiative bezeichnet sich als überparteilich
„Projekt M1llion“ entstand vor allem über die sozialen Medien und bezeichnet sich selbst als parteilose und überparteiliche Bürgerbewegung. Die Initiatoren betonen, nicht an eine bestimmte Partei gebunden zu sein und Menschen aus unterschiedlichen politischen Lagern anzusprechen. Kritiker sehen die Bewegung dagegen nicht als politisch neutral. Sie verweisen unter anderem auf die verwendete Sprache und Symbolik sowie auf Verbindungen und Unterstützung aus dem rechten politischen Spektrum.
Rund 4.000 Menschen beim Gegenprotest
Parallel dazu versammelten sich im Stadtgebiet rund 4.000 Gegendemonstranten. Zu den beteiligten Gruppen gehörten unter anderem die „Omas gegen Rechts“, „Fridays for Future“ und „Buntes Bamberg“. Auch Bambergs Oberbürgermeister Sebastian Niedermaier stellte sich hinter den Gegenprotest und wollte damit ein Zeichen für Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen.
Polizei mit Großaufgebot im Einsatz
Da sich die Routen der verschiedenen Versammlungen teilweise überschnitten, war die Polizei mit einem Großaufgebot in der Bamberger Innenstadt im Einsatz. Durch umfangreiche Absperrungen sollten die unterschiedlichen Gruppen voneinander getrennt und direkte Konfrontationen verhindert werden. Lediglich eine Sitzblockade an der Unteren Brücke beeinträchtigte den Ablauf der „Projekt M1llion“-Kundgebung kurzzeitig. Insgesamt 14 Personen hatten sich dort versammelt und den Bereich blockiert. Die eingesetzten Polizeikräfte konnten die Blockade nach eigenen Angaben rasch auflösen. Darüber hinaus meldete die Polizei keine größeren Störungen.