Das Theater Hof stellte am Freitag (15. Mai) sein Programm für die Spielzeit 2026/27 vor. Insgesamt dürfen sich die Besucher auf 24 Premieren aus den Bereichen Schauspiel, Musiktheater, Ballett und Junges Theater freuen.
Auftakt mit Oper, Schauspiel und Ballett
Eröffnet wird die Spielzeit am 19. September 2026 mit Gaetano Donizettis komischer Oper „Evviva Mamma“ im Großen Haus. Die Produktion wirft einen humorvollen und zugleich liebevollen Blick hinter die Kulissen des Opernbetriebs. Bereits wenige Wochen später folgt mit Anton Tschechows „Die Möwe“ ein Klassiker des modernen Dramas. Das Stück erzählt von Sehnsucht, unerfüllten Träumen und komplizierten Beziehungen. Mit dem zweiteiligen Ballettabend „Jahreszeiten“ setzt das Theater zudem auf Tanz und Bewegungskunst. Die Premiere ist für den 24. Oktober vorgesehen.
Spannung, Märchen und Operette zur Weihnachtszeit
Im Herbst und Winter stehen mehrere unterhaltsame Produktionen auf dem Programm. Ab dem 14. November bringt das Theater die Kriminalkomödie „Sherlock Holmes: Der Fall Moriarty“ auf die Bühne. Spannung und Humor sollen dabei gleichermaßen im Mittelpunkt stehen. Zur Weihnachtszeit folgt mit „Frau Holle“ ein Märchenklassiker für die ganze Familie. Die fantasievolle Inszenierung feiert am 25. November Premiere. Kurz vor Jahresende präsentiert das Theater mit „Die lustige Witwe“ eine der bekanntesten Operetten überhaupt. Die neue Inszenierung setzt dabei auf den Charme und die Ästhetik der 1920er Jahre.
Musikalischer Start ins Jahr 2027
Das neue Jahr beginnt mit dem Theaterkonzert „A Kind of Magic“. Im Mittelpunkt steht die Musik von Freddie Mercury, arrangiert für Ensemble, Chor, Band und die Hofer Symphoniker. Die Premiere findet am 5. Februar 2027 statt. Nur wenige Wochen später folgt mit „Der große Gatsby“ die Bühnenfassung eines weltbekannten Romans über Reichtum, gesellschaftlichen Aufstieg und zerplatzte Illusionen.
Bewegende Stoffe und europäische Erstaufführung
Ein besonderes Highlight der Spielzeit dürfte die Oper „Two Remain“ werden, die ab dem 27. März 2027 zu sehen ist. Das Werk erzählt die Geschichte zweier Holocaust-Überlebender, deren Lebenswege eng miteinander verbunden sind. Politisch und satirisch wird es mit „Marie-Antoinette oder Kuchen für alle!“. Die Komödie beschäftigt sich mit historischen Ereignissen rund um die französische Königin und schlägt zugleich den Bogen zur heutigen Demokratie.
Schwarzer Humor und große Oper
Mit dem Musical „The Addams Family“ setzt das Theater ab Mai 2027 auf schwarzhumorige Unterhaltung. Ebenfalls im Frühjahr kehrt mit „Das große Welttheater“ ein barockes Werk auf die Bühne zurück. Den Abschluss der Saison im Großen Haus bildet Giacomo Puccinis Oper „Manon Lescaut“. Das leidenschaftliche Drama über Liebe, Verführung und Untergang feiert am 25. Juni 2027 Premiere.
Studio-Produktionen setzen auf Nähe und Experimente
Auch im Studio des Theaters entstehen zahlreiche kleinere und experimentelle Produktionen. Den Anfang macht das Junge Theater Hof mit „Baby Dronte“, einem Stück über Freundschaft und Verantwortung für Kinder. Mit „Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen“ steht zudem ein außergewöhnliches Theaterexperiment auf dem Spielplan, bei dem jede Aufführung einzigartig bleibt. Dokumentarisch und gesellschaftlich setzt sich „Beretta Kaliber 22“ mit Schuld und Selbstjustiz auseinander. Musikalisch wird es mit „Spatz und Engel“, das die Freundschaft zwischen Édith Piaf und Marlene Dietrich erzählt. Ergänzt wird das Programm durch den Tanzabend „Ballet Noir“ sowie das poetische Schauspiel „Archiv der Tränen“.
Besondere Spielorte und Angebote für junges Publikum
Auch außerhalb der klassischen Bühnenräume wird Theater gespielt. So findet die Aufführung von „Prima Facie“ im großen Sitzungssaal des Hofer Rathauses statt und nutzt die besondere Atmosphäre des Ortes für ein intensives Theatererlebnis. Mit „Eine Sommernacht“ plant das Theater außerdem eine Open-Air-Produktion im Werkstatthof. Ergänzt wird die Spielzeit durch mehrere Produktionen für Kinder und Jugendliche, darunter „Lahme Ente, blindes Huhn“, „All das Schöne“ und „Die Leiden des jungen Azzlack“. Die Stücke beschäftigen sich mit Themen wie Freundschaft, Hoffnung und Identität und werden teilweise auch mobil an Schulen und Einrichtungen gezeigt.