Die sommerlichen Temperaturen lockten zahlreiche Menschen an Seen und Freibäder. Doch das Hitzewochenende wurde von mehreren Badeunfällen überschattet: Nach Angaben der DLRG sind deutschlandweit 26 Menschen gestorben oder gelten noch als vermisst, mindestens acht weitere mussten reanimiert werden.
Ersthelfer retten 5-jährigem Jungen das Leben
In Trebgast konnte ein fünfjähriger Junge nach einem Badeunfall nur durch das schnelle Eingreifen aufmerksamer Badegäste erfolgreich reanimiert werden. Beim Spielen mit anderen Kindern war der Junge plötzlich verschwunden. Sein Vater entdeckte ihn und zog ihn aus dem Wasser. Er wurde anschließend in die Kinderklinik Bayreuth gebracht und befindet sich inzwischen auf dem Weg der Besserung.
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Schwestern geraten in gefährliche Strömung
Ein weiterer schwerer Badeunfall ereignete sich am Baggersee in Breitengüßbach (Lkr. Bamberg). Zwei Nichtschwimmerinnen gerieten im Bereich eines Main-Zulaufs in eine Strömung und wurden in tiefes Wasser gezogen. Die 15-Jährige Schwester schwebte zunächst in Lebensgefahr, ihr Zustand hat sich inzwischen stabilisiert. Die 20-jährige Schwester wurde leicht verletzt.
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Experten appellieren: Gefahren nicht unterschätzen
Nach Einschätzung der Wasserwacht sind Badeseen grundsätzlich nicht gefährlicher als Freibäder. Entscheidend seien Aufmerksamkeit, die richtige Selbsteinschätzung und ausreichende Aufsicht – insbesondere bei Kindern. Polizei und Wasserwacht rufen Badegäste deshalb dazu auf, Mitmenschen im Blick zu behalten und im Ernstfall schnell zu handeln. Das Beispiel des fünfjährigen Jungen zeige, wie lebensrettend ein solches Eingreifen sein kann.