Fr., 06.02.2026 , 15:52 Uhr

Landkreis Bamberg

Hochwasserschutz verbessert: Markus Söder kommt zur Einweihung nach Kemmern

Der Freistaat gibt jedes Jahr 300 Millionen Euro in diesem Bereich aus

2003 erreichte der Main bei Kemmern im Landkreis Bamberg eine kritische Marke. Sieben Meter und vier Zentimeter, so viel wie in 100 Jahren davor nicht. Das veranlasste Bürgermeister Rüdiger Gerst damals, wegen eines besseren Hochwasserschutzes nachzufragen.

Einweihung schließt zweite Maßnahme ab

In den letzten 23 Jahren ist in Kemmern viel passiert. Ein erster Deich schützte die 2500-Einwohner-Gemeinde eigentlich ausreichend. Doch der Freistaat Bayern und seine ausführende Behörde, in diesem Fall das Wasserwirtschaftsamt (WWA) Kronach tragen dem Klimawandel Rechnung. Ein „Aufschlag“ von 15 Prozent macht den Deich nun fit für die Zukunft. Die Investitionssumme: 9,4 Millionen Euro.

Markus Söder betont Wichtigkeit von Hochwasserschutz

Wie wichtig das Thema ist, war am Freitag (6.2.) an der Gästeliste abzulesen. Diese führte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an, auch Umweltminister Thorsten Glauber von den Freien Wählern kam nach Kemmern. Beide wiesen auf die weitergehenden Investitionen beim Hochwasserschutz hin. Seit 2001 habe der Freistaat bereits vier Milliarden Euro in diesem Bereich ausgegeben. Bis 2030 sollen jährlich 300 Millionen Euro folgen. „Wir sparen da nichts ein“, sagte Thorsten Glauber in Kemmern. Markus Söder ergänzte: „Wir stehen vor neuen Herausforderungen. Durch den Klimawandel kann es durch Starkregen zu ganz anderen Wassermassen kommen. Diesen kann ein solcher Deich Herr werden.“

Starkregen – die unbekannte Größe

Allerdings räumten beide Spitzenpolitiker ein: einen absoluten Schutz vor Starkregen gibt es nicht. Der sei im Gegensatz zu „klassischem“ Hochwasser nicht vorhersehbar. In einem Fall regnet es tagelang oder der Schnee in den höheren Lagen schmilzt. Das lässt Flußpegel stetig ansteigen, die Gegenmaßnahmen können die Behörden koordinieren. Starkregen fällt dagegen unberechenbar und punktuell. Deshalb nimmt Umweltminister Thorsten Glauber die Bevölkerung in die Pflicht: „Es gibt Karten, aus denen wird die Gefährdungslage ersichtlich. Wer an so einem Ort wohnt, kann sich schützen. Ganz einfach schon dadurch, dass er bei starkem Regen nicht in den Keller geht.“ Dort drohe eine Todesfalle. Der entsprechende Atlas ist hier abrufbar.

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