Trockenheit stoppt Floßfahrten
Die anhaltende Trockenheit setzt der Wilden Rodach massiv zu. Erstmals in dieser Saison muss eine Floßfahrt in Wallenfels abgesagt werden. Rund 350 Gäste sind betroffen. Die Wasserknappheit gefährdet damit nicht nur eine jahrhundertealte Tradition, sondern auch den Tourismus im Frankenwald.
Niedrigwasser in ganz Oberfranken
Die Situation betrifft nicht nur die Wilde Rodach. In weiten Teilen Oberfrankens werden niedrige oder sehr niedrige Wasser- und Grundwasserstände gemeldet. Auch der Förmitzspeicher bei Schwarzenbach an der Saale hat deutliche Wasserverluste und muss gleichzeitig Wasser an die Sächsische Saale abgeben. Das Wasserwirtschaftsamt spricht von einer angespannten, aber im bayernweiten Vergleich noch etwas günstigeren Lage.
Politik sucht nach Lösungen
Die zunehmende Trockenheit beschäftigt inzwischen auch die Politik. Die Landtags-Grünen fordern ein Sofortprogramm zum Schutz der Gewässer. Zudem soll nach der Sommerpause ein Zehn-Punkte-Plan im Bayerischen Landtag beraten werden, der langfristige Maßnahmen gegen die Folgen der Trockenheit auf den Weg bringen soll.
Hoffnung auf Regen und Staubecken
Kurzfristig bleibt die Lage schwierig: Die abgesagten Floßfahrten können in dieser Saison nicht nachgeholt werden, weil alle Termine bis September ausgebucht sind. Langfristig setzen Stadt und Flößer auf geplante Staubecken, um die Tradition zu sichern. Bis diese gebaut sind, entscheidet jedoch vor allem das Wetter darüber, ob die verbleibenden Floßfahrten überhaupt stattfinden können.