Der Markt für Wohnimmobilien in Hochfranken hat sich im vergangenen Jahr weiter erholt. Stabile Preise und ein eingependeltes Zinsniveau sorgen laut Sparkasse Hochfranken und LBS Süd wieder für mehr Bewegung auf dem Immobilienmarkt. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Wohneigentum hoch – auch wegen steigender Mieten und dem Wunsch nach einer sicheren Altersvorsorge.
„Nach wie vor wünscht sich die Mehrheit der Menschen in Deutschland ein Eigenheim“, sagte Marion Mai von der LBS Süd. Auch in der Region sei das Interesse an Häusern und Wohnungen groß, ergänzte Michael Maurer von der Sparkasse Hochfranken. Vor allem auf dem Gebrauchtmarkt gebe es weiterhin Chancen für Käufer.
Umsätze steigen, Neubau bleibt Problem
Die Immobilienumsätze entwickelten sich zuletzt positiv. In Hof lag das Volumen der Transaktionen 2025 bei 103 Millionen Euro, in den Landkreisen Hof und Wunsiedel bei 152 beziehungsweise 126 Millionen Euro.
Gebrauchte Häuser kosten in Hochfranken derzeit zwischen 50.000 und 600.000 Euro, Eigentumswohnungen zwischen 500 und 2.200 Euro pro Quadratmeter. Neubauwohnungen liegen deutlich höher.
Sorgen bereitet weiterhin der Wohnungsneubau. Bayernweit wurden 2025 rund 46.000 Wohnungen fertiggestellt – deutlich weniger als benötigt. Gründe dafür seien hohe Baukosten und der Rückgang der Baugenehmigungen seit der Zinswende 2022.
Bausparen wieder stärker gefragt
Auch die Nachfrage nach Finanzierungen zieht wieder an. Die Sparkasse Hochfranken vermittelte im vergangenen Jahr 248 Immobilien im Wert von rund 30 Millionen Euro. Die Zusagen für Baufinanzierungen lagen bei mehr als 142 Millionen Euro.
Besonders gefragt bleiben Bauspardarlehen. Laut LBS Süd hat sich deren Volumen seit 2022 nahezu vervierfacht. In Hochfranken wurden 2024 Bauspardarlehen in Höhe von knapp elf Millionen Euro bewilligt. Grund dafür seien vor allem langfristig planbare und vergleichsweise günstige Zinsen.