In Deutschland gibt es fast 49.000 Fahrlehrer, allerdings sind nur 13 Prozent davon weiblich. Und das, obwohl Frauen statistisch gesehen sicherer Auto fahren als Männer und Fahrschulen dringend neue Arbeitskräfte brauchen. Jenny Crass aus Kulmbach ist den Weg als Fahrlerein gegangen und gibt in der neuen Ausgabe der „Jobwelt Oberfranken“ Einblicke in das Berufsfeld.
Beruf des Fahrlehrers folgt keiner klassischen Ausbildung
Sowohl Fahrschülerinnen als auch Fahrschüler steigen gerne bei Jenny Crass ein. Geht es nach ihrem Chef, sollte es mehr Frauen in diesem Berufsfeld geben. Dabei folgt der Beruf des Fahrlehrers keiner klassischen Ausbildung: Neben Abitur oder Berufsausbildung gehören ein Mindesalter von 21 Jahren, drei Jahre Fahrpraxis und keine Punkte in Flensburg zu den Voraussetzungen. Viele Fahrlehrer lassen sich außerdem noch für die Fahrstunden im Lkw, im Bus oder auf dem Motorrad weiterbilden.
Nachwuchsproblem in der Branche ist zu erwarten
Allerdings steuert die Branche aktuell auf ein Nachwuchsproblem hin: Gut die Hälfte aller Fahrlehrer in Deutschland sind 55 Jahre alt oder älter. Für Frauen könnte der Beruf besonders attraktiv sein, da sich der Berufsalltag gut mit jeder Lebensplanung vereinbaren lässt.