Nach Silvester gibt es zahlreiche Rückblicke. Viele Städte, Einrichtungen und Unternehmen ziehen dann Bilanz. Das gilt auch für den Arbeitsmarkt. 2025 war hier von vielen Herausforderungen geprägt: Stellenabbau, deswegen steigende Arbeitslosenzahlen, aber weiterhin auch ein Fachkräftemangel. Darüber und über einen Ausblick auf das neue Jahr sprach TVO-Reporterin Madeleine Döring in der neuesten Ausgabe der Jobwelt mit Stefan Trebes, Leiter der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg.
Rückblick auf den Arbeitsmarkt 2025
Mit rund 14.221 arbeitslos Gemeldeten nahm die Arbeitslosigkeit in 2025 seit dem Vorjahr um 6,3 Prozent zu. Große Herausforderungen gab es in Oberfranken West insbesondere durch Massenentlassungen in der Automobilzulieferer-Industrie. Trotzdem herrscht weiterhin ein Fachkräftemangel.
Das Jahr 2025 war auch im Arbeitsagenturbezirk Oberfranken Ost von großen Herausforderungen geprägt: Im Dezember waren dort genau 12.345 Menschen arbeitslos, die Quote lag bei 4,8 Prozent. Zum Vergleich: Im Dezember lag der Wert noch etwas niedriger, nämlich bei 4,5 Prozent. Besonders das verarbeitende Gewerbe steht hier unter Druck – mit weniger gemeldeten Stellen und überdurchschnittlich hoher Kurzarbeit.
Ausblick auf den Arbeitsmarkt 2026
Trotzdem geht die Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof davon aus, dass eine wirtschaftliche Erholung im Laufe des Jahres 2026 den Anstieg der Arbeitslosenzahlen stoppen kann. Auch die Arbeitsagentur Bamberg-Coburg zeigt sich zuversichtlich: Er rechnet damit, die Arbeitslosigkeit in Oberfranken niedrig halten zu können und neue Fachkräfte für den Arbeitsmarkt zu gewinnen. Dafür sollen zum Beispiel auch verstärkt Weiterbildungen gefördert werden.
Weiterführende Informationen:
Arbeitsmarkt in Oberfranken: Anstieg zum Jahresende