Seit Anfang September läuft in Oberfranken wieder die Karpfensaison. Bis April kommt der beliebte Fisch in vielen regionalen Gasthäusern auf den Teller. Rund 210 Tonnen Karpfen wurden im vergangenen Jahr in Oberfranken produziert.
Drei Jahre bis zum Speisekarpfen
Teichwirt Dominik Mösch aus Trebgast zieht seine Karpfen rund drei Jahre lang auf, bis sie etwa 1,5 bis 1,8 Kilogramm wiegen. Das erste Abfischen des Jahres ist bereits erfolgt – und die Aussichten für die Saison stimmen ihn optimistisch.
Der Fischotter macht den Teichwirten zu schaffen
Eine große Herausforderung bleibt der Fischotter. Besonders im Winter kann er in den Teichen große Schäden anrichten. Mösch schützt seine Karpfen inzwischen mit einem speziellen Zaun – seitdem hat er deutlich weniger Probleme mit dem Fressfeind.
Karpfen bleibt bei den Oberfranken beliebt
Im Landgasthof Haueis in Marktleugast werden die Karpfen von Mösch serviert. Der Konsum ist laut Gastronom Johannes Haueis ähnlich hoch wie in den vergangenen Jahren. Verändert hat sich allerdings, wie die Gäste ihren Karpfen am liebsten essen.
Karpfen kommt in Oberfranken in vielen Varianten auf den Tisch: gebacken, als Filet, blau, Müllerin Art oder mit knuspriger Kruste. Vor der Zubereitung verbringen die Fische mehrere Tage in klarem Quellwasser. Für viele gehört der Karpfen damit zu den kulinarischen Höhepunkten der Monate mit „R“.