Sanftmut wird häufig als altmodisch abgetan, ist jedoch eine der wichtigsten Eigenschaften unserer Zeit. In einer von Lautstärke, Drängen und Empörung geprägten Gesellschaft setzt sie einen stillen, aber wirksamen Gegenakzent gegen Unfrieden und Verhärtung.
In den Seligpreisungen sagt Jesus: Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen. Gemeint ist keine passive Ohnmacht, sondern die bewusste Entscheidung, sich nicht vom erlittenen Unrecht bestimmen zu lassen. Ein Beispiel dafür ist ein Taxifahrer in Nürnberg, der sich trotz einer schwierigen Kindheit bewusst für ein Leben ohne Hass entschieden hat.
Gerade in sozialen Medien, wo Worte schnell verletzen, ist Sanftmut ein Akt innerer Freiheit. Sie schützt das Herz, heilt Groll und eröffnet neue Wege. Sanftmut macht frei – und den Sanftmütigen gehört die Welt.