Knall im Bamberger Stadtrat. Die fünf Stadträte der Christlich Sozialen Bürger, kurz CSB, haben geschlossen ihren Austritt aus der CSU erklärt. Zuvor hatte es interne Konflikte gegeben. Gegen Anna Niedermaier, Peter Neller, Michael Kalb, Anne Rudel und Stefan Kuhn lief zuletzt ein Parteiausschlussverfahren. TVO berichtete.
Vorwürfe gegen Seitz und Huml
Als Gründe nennen die fünf unter anderem Streit um die Listenaufstellung, eine aus ihrer Sicht schlechte Wahlkampfführung und respektloses Verhalten der Kreisverbandsführung. Vor allem zwischen dem Vorsitzenden des CSU Kreisverbandes Gerhard Seitz, der ehemaligen OB-Kandidatin Melanie Huml und den CSB-Mitgliedern herrschte zuletzt Uneinigkeit. Seitz forderte den Ausschluss aus der CSU von Neller, Kalb, Kuhn, Rudel und Niedermaier, sollten diese weiterhin der CSB angehören wollen. Mit ihrem Austritt sind ihm die Stadträte nun zuvor gekommen und ein langer Streit scheint vorerst beendet.
Eigene Fraktion gegründet
Trotz ihres Austritts betonen Neller, Kuhn, Kalb, Rudel und Niedermaier, dass die CSU ihre politische Heimat bleibe. Künftig wolle sich die CSB-Fraktion auf die Sacharbeit im Stadtrat konzentrieren. Hintergrund des gemeinschaftlichen Austritts ist ein seit der Kommunalwahl im März eskalierter Streit. Die fünf Stadträte hatten sich daraufhin von der CSU-Fraktion abgespalten und eine eigene Fraktion gegründet.
Weiterführende Informationen:
Nach internem Streit: CSB-Mitglieder treten aus Bamberger CSU aus
Bamberg: CSU-Kreisverband droht mit Parteiausschlussverfahren