Noch im Februar blickte Ralf Hartnack von der Wählergemeinschaft Kulmbach hinauf zum Büro des Oberbürgermeisters – rund drei Monate später hat er selbst den Platz an der Spitze der Stadtverwaltung eingenommen. Nach seinem Wahlsieg bei der Kommunalwahl wurde Hartnack am Mittwoch in der vollbesetzten Kulmbacher Stadthalle offiziell vereidigt.
Stadtratssenior Georg Hock nahm dem neuen Rathauschef den Amtseid ab und machte Hartnack damit zum siebten Oberbürgermeister der Bierstadt seit 1946. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verfolgten die feierliche Zeremonie, bei der auch die neu gewählten Stadträtinnen und Stadträte vereidigt wurden.
Unter anhaltendem Applaus erhielt Hartnack anschließend die Amtskette – ein Symbol, dessen Wert weniger im Material als vielmehr in seiner Bedeutung für das höchste Amt der Stadt liegt.
Hartnack setzt auf Teamarbeit und Aufbruch
In seiner Antrittsrede machte der neue Oberbürgermeister deutlich, dass er für mehr Zusammenarbeit stehen möchte. „Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun“, zitierte Hartnack Mahatma Gandhi und unterstrich damit seinen Anspruch, Kulmbach gemeinsam voranzubringen.
Bereits nach seiner Vereidigung hatte Hartnack betont, wie groß der Respekt vor den bevorstehenden Aufgaben sei. Gleichzeitig freue er sich auf die Herausforderungen der kommenden Jahre. Besonders wichtig sei ihm dabei ein gemeinschaftlicher Führungsstil. Viele Aufgaben könnten nur im Team bewältigt werden. Ziel müsse es sein, gemeinsam Lösungen zu finden und möglichst viele Menschen mitzunehmen.
Auch Bezirkstagspräsident und Kulmbacher Stadtratsmitglied Henry Schramm zeigte sich überzeugt, dass Hartnack diesen Anspruch erfüllen könne.
Wilzok und Moritz als Stellvertreter gewählt
Unterstützt wird der neue Oberbürgermeister künftig von zwei Stellvertretern. In der konstituierenden Sitzung des Stadtrats wurde Frank Wilzok von der CSU erneut zum zweiten Bürgermeister und damit zum ersten Stellvertreter gewählt. Dritter Bürgermeister ist künftig Simon Moritz von der WGK.
Wilzok, der in der Stichwahl gegen Hartnack unterlegen war, sieht trotz der politischen Konkurrenz keine Schwierigkeiten in der zukünftigen Zusammenarbeit. Nun wird sich in den kommenden sechs Jahren zeigen, ob der von Hartnack angekündigte Aufbruch gelingt und Kulmbach tatsächlich von mehr Zusammenarbeit und weniger politischen Blockaden geprägt sein wird.