Vollgas im Fichtelgebirge
Wenn im Fichtelgebirge die Motoren aufheulen und die Ampel auf Grün springt, gibt’s auf und rund um den Höchstädter KTM-Ring kein Halten mehr. Am Wochenende vom 12. bis 13. September ging es hier um wichtige Punkte in der Deutschen Autocross-Meisterschaft. Staub, Dreck und jede Menge PS inklusive. Mittendrin: Matthias Dobner aus der Oberpfalz. Benzin im Blut hat der Motorsportler schon lange. Nach ersten Erfahrungen im Kart und auf dem Motorrad ist er seit rund fünf Jahren im Autocross unterwegs – inzwischen im Buggy. Sein Motto auf der Strecke: spät bremsen, früh Gas geben und Nerven behalten.
Heimvorteil mit 140 Sachen
Die Strecke in Höchstädt kennt Dobner bestens. Schließlich startet er für den örtlichen MSC und weiß genau, wo die Tücken lauern. Eine davon ist die Hans-Schwägerl-Kurve. Mit bis zu 140 Stundenkilometern schießen Buggys und Tourenwagen hinein – in Deutschlands einzige Steilwandkurve auf einer Autocross-Strecke. Hier trennt sich schnell die Spreu vom Weizen. Einige Fahrerinnen und Fahrer müssen an diesem Wochenende ordentlich Lehrgeld zahlen. Dobner dagegen nutzte seinen Heimvorteil.
Kleine Rennfahrerin, großer Kampf
Auch für Matthäa Diebel wurde es ernst. Die neunjährige Rennfahrerin aus Sachsen ist erst seit diesem Jahr im Minibuggy unterwegs und damit noch Anfängerin. Als einziges Mädchen im Feld muss Matthäa gegen starke Konkurrenz ankämpfen. Mit bis zu 50 Stundenkilometern jagen die kleinen Rennpiloten ihre Mini-Buggys durch die Schikanen. Für die Neunjährige hieß es vor allem: dranbleiben und Erfahrung sammeln.
Platz fünf und eine ordentliche Dusche
Nach dem Rennen wurde dann gefeiert wie bei den ganz Großen – Pokal inklusive Getränkedusche. Für Matthäa reichte es am Ende zu Platz fünf. Ihr persönliches Ziel hat sie damit erreicht: nicht überrundet zu werden. Und auch Matthias Dobner darf mit seinem Heimspiel zufrieden sein. Er fuhr auf Rang zwei und hält sich damit alle Chancen in der Gesamtwertung offen. Die Entscheidung fällt in zwei Wochen beim letzten Meisterschaftsrennen in der Oberlausitz. Dann geht es endgültig um die Plätze ganz vorne.