Die Coburger Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Coburg ermitteln wegen eines mutmaßlich tödlichen Angriffs in der Rosengasse. Ein 35-jähriger polnischer Staatsangehöriger ohne festen Wohnsitz in Deutschland steht unter dringendem Tatverdacht, dem 45-jährigen Opfer eine Stichverletzung zugefügt zu haben.
Messerstich in den Oberkörper
Die Tat ereignete sich in der Nacht zum Dienstag (15. September) gegen 2:30 Uhr in einer Wohnung eines Mehrparteienhauses in der Rosengasse. Nach bisherigen Erkenntnissen hielt sich das spätere Opfer dort gemeinsam mit mehreren Personen aus seinem privaten Umfeld auf. Ein zunächst unbekannter und vermummter Mann verschaffte sich gewaltsam Zutritt zu der Wohnung und fügte dem 45-Jährigen eine Stichverletzung am Oberkörper zu. Anschließend flüchtete der Täter.
Festnahme in Seidmannsdorf
Nach intensiven Ermittlungen geriet der Verdächtige in den Fokus und wurde am Mittwoch (16. September) gegen 19:00 Uhr in einer Wohnung im Coburger Stadtteil Seidmannsdorf festgenommen. Dabei kamen Spezialeinsatzkräfte zum Einsatz; die Festnahme verlief ohne Verletzte.
Weitere Ermittlungen wegen Strafvereitelung
Eine weitere vorläufige Festnahme erfolgte gegen den polnischen Wohnungsinhaber, bei dem sich der Tatverdächtige nach der Flucht aufgehalten haben soll. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der Strafvereitelung ermittelt.
Motiv für die Tat noch unklar
Nach derzeitigen Erkenntnissen kannten sich Opfer und Tatverdächtiger. Ob ein konkretes Motiv vorliegt, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen.
Haftbefehl wegen Mordes
Der Haftbefehl wegen Mordes gegen den Beschuldigten wurde am Donnerstagvormittag (17. September) vom Ermittlungsrichter am Amtsgericht Kronach erlassen. Er befindet sich in einer Justizvollzugsanstalt. Die Kriminalpolizei Coburg ermittelt weiter zum Ablauf der Tat sowie zu den Hintergründen der Beziehung und dem möglichen Motiv.