Am Landgericht Hof ist der Prozess gegen den Schwarzenbacher Tankstellenbetreiber Thomas Hoffmann am heutigen Verhandlungstag in die nächste Runde gegangen. Dem Geschäftsmann wird vorgeworfen, Schmieröl als Dieselkraftstoff verkauft und dadurch Energiesteuern in Höhe von rund 44 Millionen Euro hinterzogen zu haben.
Auch wenn das Verfahren bislang nur langsam voranschreitet, standen erneut Zeugenvernehmungen auf dem Programm. Unter den Befragten waren ein Kunde Hoffmanns sowie der Geschäftsführer eines Unternehmens für Tankstellentechnik. Ihre Aussagen sollen weitere Erkenntnisse zu den erhobenen Vorwürfen liefern.
Verständigungsvorschläge für Angeklagte
Im Verlauf der Sitzung unterbreitete die Strafkammer Hoffmann und zwei weiteren Angeklagten sogenannte Verständigungsvorschläge. Diese sehen unter anderem die vorläufige Einstellung mehrerer Nebenverfahren gegen Hoffmann sowie einen weiteren Angeklagten vor.
Für den dritten Angeklagten wurde zudem ein möglicher Strafrahmen benannt. Demnach könnte eine Freiheitsstrafe zwischen fünf und sechs Jahren verhängt werden.
Strafmaß kann noch angepasst werden
Die Richter machten zugleich deutlich, dass es sich dabei um einen vorläufigen Rahmen handelt. Die Kammer behält sich vor, das Strafmaß im weiteren Verlauf des Verfahrens anzupassen, falls die Beweisaufnahme dies erforderlich machen sollte.
Der Prozess wird in den kommenden Verhandlungstagen fortgesetzt. Dabei werden weitere Zeugen und Beweismittel erwartet.