Ein großer Einsatz sorgte am Samstagnachmittag (03. Januar) am Bamberger Jahnwehr für Aufsehen, als mehrere Fahrzeuge der Wasserwacht mit Blaulicht und Martinshorn zum rechten Regnitzarm ausrückten. Meldungen über ins Eis eingebrochene Personen sorgten bei Passanten für Besorgnis. Glücklicherweise handelte es sich hierbei um eine geplante Einsatzübung.
Realistisches Szenario auf zugefrorener Regnitz
Der Oberwasserbereich am Jahnwehr im rechten Regnitzarm ist derzeit größtenteils zugefroren. Die geschlossene Eisfläche wirkt verlockend, birgt jedoch erhebliche Gefahren. Die Wasserwacht Bamberg warnt eindringlich davor, Eisflächen ohne offizielle Freigabe zu betreten. Ein Einbruch ins Eis könne im Ernstfall tödliche Folgen haben.
Rettung aus dem Eis trainiert
Im Rahmen der Übung begab sich eine gesicherte Wasserretterin auf die Eisfläche und brach an einer gezielt ausgewählten dünnen Stelle ein. Eine weitere „Person“ galt als unter dem Eis verschwunden und wurde durch eine Puppe simuliert, die unter die Eisdecke geschoben worden war. Mithilfe von drei Wasserrettern und einem Eisschlitten konnte die erste Person nach rund 15 Minuten aus dem Eis gerettet werden. Für die Bergung der Puppe kam zusätzlich ein Taucher zum Einsatz.
Appell der Wasserwacht
Einsatzleiter Marcus Peter von der Wasserwacht Bamberg machte deutlich, dass bei einem realen Einsatz unter vergleichbaren Umständen für eine unter dem Eis verschwundene Person kaum noch Überlebenschancen bestünden. Er appellierte eindringlich, ausschließlich freigegebene Eisflächen zu betreten. Zudem rät die Wasserwacht dringend davon ab, eigenständig Rettungsversuche zu unternehmen. In solchen Situationen gelte stets: sofort den Notruf unter 112 wählen.