„John Gabriel Borkman“ ist ein Spätwerk des norwegischen Dramatikers Hendrik Ibsen. Es beschreibt die Geschichte eines gescheiterten Bankiers, der sich im Haus seiner Schwägerin ins Obergeschoss zurückzieht. Seine Ehefrau Gerhild verstrickt sich derweil in eine Auseinandersetzung mit ihrer Schwester Ella. Die ist immer noch als Unternehmerin erfolgreich und buhlt um die Gunst ihres Neffen Edward.
Neue Fassung mit neuem Fokus
Am ETA Hoffmann Theater Bamberg ist „Borkman“ die erste Premiere im Großen Haus in der Spielzeit 26/27. Intendant John von Düffel hat den Stoff überarbeitet und legt seinen Fokus auf die beiden Schwestern. Die titelgebende Figur taucht nur in Form von Geräuschen und von Musik auf. Dafür dürfen sich die Hauptdarstellerinnen Susanne Wolff (Ella) und Marianna Linden (Gerhild) gerade zu Beginn ein kammerspielartiges Duell liefern. Nach und nach ergänzen weitere Figuren die Szenerie, ehe es zum Finale wieder auf die Konkurentinnen hinausläuft.
Hochkarätige Gäste
Susanne Wolff und Marianna Linden sind Gäste am ETA Hoffmann Theater. Beide sind regelmäßige Gäste auf den großen Theaterbühnen im deutschsprachigen Raum und tauchen immer wieder im Fernsehen oder auf Streamingportalen auf. Regisseurin Annette Pullen freut sich, das Stück mit ihnen inszenieren zu können: „Es gibt nicht so viele Stücke, in denen Frauen im sozusagen mittleren Alter die Hauptrollen besetzen.“ Leyla Bischoff, Avi Meyer und Luke Ternatier ergänzen die Besetzung in „Borkman“. Premiere feiert das Stück am 18. September um 19:30Uhr, bis zum 08. Oktober ist es insgesamt dreizehn Mal zu sehen.