Ob „Skandal im Sperrbezirk“ von der Spider Murphy Gang oder Mickie Krauses „Zehn nackte Friseusen“. Partyhits gehören für viele zu einem Volksfest dazu wie das Maß Bier. In Erlangen ist das heuer anders. Um die Gäste der Bergkirchweih für sexistische und frauenfeindliche Texte zu sensibilisieren, empfahl die Stadtverwaltung den Festwirten, dass einige Lieder nicht gespielt werden sollten. Die „schwarze Liste“ beinhaltet zwölf Songs – u.a. die Spider Murphy Gang, G. G. Anderson und die Partyband Dorfrocker. Die Unterfranken sind über die Entscheidung alles andere als begeistert.
Wir wissen nicht, ob wir lachen oder weinen sollen. Haben wir denn in Deutschland keine anderen Probleme?
Dorfrocker
Moralische Unterstützung kommt aus Oberfranken. Klaus Pfreundner, Frontmann der Band Radspitz, geht das zu weit.
Ich folge der Empfehlung aus Erlangen nicht. „Skandal im Sperrbezirk“ bleibt bei uns im Programm.
Klaus Pfreundner, Radspitz
Sowohl bei den Gästen der Bergkirchweih als auch bei Passanten in der Bamberger Innenstadt stößt die Debatte auf unterschiedliche Meinungen. Einige finden die Empfehlung der Stadt Erlangen gut. Andere hingegen können die Diskussion nicht verstehen, sprechen sogar von einem völlig unverhältnismäßigen Eingriff in die Freiheit der Festkultur.