Der jüngste Vorfall ereignete sich am Dienstagmittag (29.09.2026) an einer Bushaltestelle vor dem Bayreuther Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium. Nach Angaben des Schulamts soll ein unbekannter Mann zwei Schülerinnen der sechsten Jahrgangsstufe aus einem Auto heraus angesprochen haben. Er bot den Mädchen an, sie nach Hause zu fahren.
Die Schülerinnen lehnten das Angebot ab und informierten anschließend ihre Eltern. Diese verständigten die Polizei, die nun zu dem Vorfall ermittelt.
Nach Angaben der Mädchen soll der Mann zwischen 55 und 65 Jahre alt gewesen sein. Er habe kurze weiß-graue oder braune Haare, eine leichte Glatze und lange Koteletten gehabt. Außerdem soll er einen leichten Bauchansatz gehabt und akzentfrei Deutsch gesprochen haben.
Drei ähnliche Fälle in sechs Monaten
Der aktuelle Vorfall ist offenbar nicht der erste dieser Art in der Region. Nach Angaben des Bayreuther Schulamts kam es in den vergangenen sechs Monaten zu mindestens zwei weiteren Fällen, bei denen Unbekannte Schüler angesprochen haben. Die Polizei bestätigt diese Vorfälle.
So soll ein Schüler der Grundschule St. Johannis an einer Bushaltestelle von einem unbekannten Mann nach seiner Adresse gefragt worden sein. Ein weiterer Fall ereignete sich im wenige Kilometer entfernten Mistelbach im Landkreis Bayreuth.
Die Täterbeschreibungen ähneln sich teilweise. Nach Einschätzung der Polizei reichen die bisherigen Angaben jedoch nicht aus, um von ein und derselben Person auszugehen. Auch die Fahrzeuge, die bei den Vorfällen beschrieben wurden, sollen jeweils unterschiedlich gewesen sein.
Polizei verstärkt Kontrollen an Schulen
Die Polizei nimmt die Vorfälle nach eigenen Angaben ernst. In den kommenden Tagen sollen deshalb verstärkt Beamte an und rund um die Bayreuther Schulen präsent sein. Sie sollen verdächtiges Verhalten beobachten und bei einer erneuten Ansprache von Schülern durch Unbekannte schnell eingreifen können.
Das Bayreuther Schulamt hat inzwischen Schulen im Stadtgebiet und darüber hinaus über die Vorfälle informiert. Eltern und Lehrkräfte werden gebeten, mit Kindern und Jugendlichen über das richtige Verhalten in solchen Situationen zu sprechen.
Wichtig sei vor allem, nicht in Fahrzeuge fremder Personen einzusteigen und verdächtige Situationen unmittelbar den Eltern, Lehrkräften oder der Polizei zu melden.