Die Kitzrettung Oberfranken e.V. rettete im Jahr 2026 insgesamt 713 Rehkitze vor dem Mähtod. Möglich wurde das durch den Einsatz zahlreicher Ehrenamtlicher sowie Drohnenpilotinnen und -piloten, die über Wochen hinweg viele Stunden im Einsatz waren.
Tausende Kilometer und über 5.500 Hektar abgesucht
Mit Drohnen und Wärmebildkameras suchten die Helferinnen und Helfer mehr als 5.500 Hektar Wiesen ab. Die Pilotinnen und Piloten legten dabei insgesamt rund 11.537 Kilometer zurück. In den ersten Lebenswochen drücken sich Rehkitze bei Gefahr instinktiv regungslos ins hohe Gras. Dieses Schutzverhalten bewahrt sie zwar vor Fressfeinden, macht sie während der Mähsaison jedoch besonders gefährdet. Statt zu fliehen, bleiben die Tiere liegen und werden von Mähwerken häufig zu spät entdeckt.
Wärmebilddrohnen spüren Rehkitze auf
Um das zu verhindern, werden die Wiesen vor der Mahd systematisch mit Wärmebilddrohnen abgesucht. Entdeckte Rehkitze bringen geschulte Helfer möglichst geruchsarm in Körben oder Kisten in Sicherheit. Nach dem Mähen werden die Jungtiere wieder an ihren Fundort zurückgebracht, wo sie von ihren Muttertieren problemlos angenommen werden.
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