Sie kann Leben retten, anderen Menschen eine zweite Chance geben und dennoch gibt es viel zu wenige davon: Organspenden. Unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig“ findet jährlich am ersten Samstag im Juni der „Tag der Organspende“ statt. Und auch wenn im Vergleich zum Vorjahr die Zahlen leicht steigen, sind sie dennoch erschreckend.
Über 1.000 Menschen in Bayern warten auf Organspende
Laut dem bayerischen Gesundheitsministerium warten allein in Bayern rund 1.050 Menschen auf ein lebenswichtiges Spenderorgan, deutschlandweit sind es rund 8.000. Während es in diesem Jahr von Januar bis einschließlich Mai 67 postmortale Organspender in Bayern gab, sind es im gleichen Vorjahreszeitrum 61 gewesen. Hierbei steht immer wieder auch die Widerspruchslösung zu Debatte.
Bei einer Widerspruchslösung wäre Organspende der Normalfall
Bei der Widerspruchslösung wäre Organspende der Normalfall. Jeder und jede wäre bei Vorliegen der medizinischen Voraussetzungen automatisch Organspender, könnte dem aber aktiv widersprechen. In einigen Nachbarländern wie zum Beispiel in Österreich, Italien, Frankreich oder auch in Belgien ist man nach dem Tod automatisch Organspender. Ein mögliches Verfahren, für das sich auch Frau Stock aus Oberfranken ausspricht. Sie wartet seit über 18 Jahren auf ein Spenderorgan.
Weiterführende Informationen:
TVO-Umfrage: Bringt die Widerspruchslösung mehr Organspender?