Der Freistaat Bayern hat seinen Cybersicherheitsbericht 2026 veröffentlicht. Das Papier fasst die angezeigten Fälle aus dem Jahr 2025 zusammen. Insgesamt 49400 Straftaten im Internet konnte die Polizei regisitrieren. Das ist einerseits ein leichter Anstieg zum Vorjahr, anderererseits könnte Dunkelziffer weit höher liegen.
Ermittlungsarbeit in Oberfranken
Thomas Goger von der Zentralstelle Cybercrime Bayern mit Sitz in Bamberg hat das Plus bei den Fallzahlen schon kommen sehen. „Cyberkriminalität ist eine Wachstumsbranche“, so der leitende Oberstaatsanwalt. Die Bedrohungsszenarien seien immer vielfältiger. „Phishing, Ransomware, DDOS – das Spektrum ist breit“, sagt Thomas Goger, der aber auch auf Ermittlungserfolge seiner Behörde verweist.
Mal gehts ums Geld, mal um die Botschaft
Unterschiedlich sind auch die Motivationen der Täter. Viele haben es auf das Geld ihrer Opfer abgesehen. Doch zum Beispiel im Fall von DDOS gibt es auch eine politische Ebene. Das Kürzel steht für „Distributed Denial Of Service“, dabei werden Systeme oder Webseiten von Behörden oder Unternehmen mit Anfragen geflutet und blockiert. „Wenn eine Firma auf ihrer Homepage die Ukraine unterstützt, dann rückt sie in den Fokus bestimmter Gruppen“, erklärt Thomas Goger. Im Cybersicherheitsbericht werden Russland, Nordkorea oder China als Akteure genannt.