Die anhaltende Trockenheit macht jetzt auch der Flößerstadt Wallenfels zu schaffen. Zum ersten Mal in dieser Saison muss eine Floßfahrt abgesagt werden. Der für kommenden Samstag geplante Termin kann nicht stattfinden, weil der Wasserstand der Wilden Rodach seit zwei Wochen unter der zum Aufstauen erforderlichen Marke von 107 Zentimetern liegt. Die Entscheidung wurde gemeinsam von der Stadt und der Flößergemeinschaft getroffen.
Erfolgreiche Saison endet mit Dämpfer
Bislang verlief die Saison für die Wallenfelser Flößer erfolgreich. Nach Angaben der Stadt haben seit Mai mehr als 2.300 Besucher an den Fahrten auf der Wilden Rodach teilgenommen. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte in diesem Jahr auch die große Resonanz in den sozialen Medien. Die für Samstag angemeldeten Gäste werden derzeit vom Tourismusbüro informiert. Eine Umbuchung ist allerdings nicht möglich, da sämtliche verbleibenden Floßfahrten in dieser Saison bereits ausgebucht sind.
Bürgermeister fordert Staubecken
Für Bürgermeister Jens Korn zeigt die aktuelle Situation, wie stark sich anhaltende Trockenperioden inzwischen auf die traditionelle Flößerei auswirken. Um die Floßfahrten langfristig sichern zu können, spricht er sich für den Bau der geplanten Staubecken aus. Der Freistaat Bayern habe die Planungen bislang unterstützt. Für die Umsetzung seien jedoch weiterhin hohe Fördermittel notwendig, betont Korn. Nur so könne die jahrhundertealte Flößertradition in Wallenfels auch künftig erhalten bleiben.