Do., 03.09.2026 , 16:48 Uhr

Oberfranken

Umspannwerke in Oberfranken: Netzbetreiber gleichen Schutzmaßnahmen an

Politik fordert zügige rechtliche Rahmenbedingungen für weitere Überwachungsmöglichkeiten

Nach den Vorfällen an Umspannwerken in NRW und in Brandenburg, sind die Augen mehr und mehr auf die Sicherheitsmaßnahmen an Umspannwerken gerichtet. Auch wenn derzeit kein vergleichbarer Fall vorliegt, sind die Netzbetreiber und auch die Politik in Alarmbereitschaft.

Polizei nicht in erster Linie zuständig

Auch wenn es sich bei Umspannwerken um Objekte, die der kritischen Infrastruktur zuzurechnen sind, handelt, so ist zunächst der Betreiber für die Sicherheit und die entsprechenden Maßnahmen zuständig. Diese überprüfen die Sicherheitsmaßnahmen aber laufend und kooperieren eng mit den anderen Übergangsnetzbetreibern deutschlandweit. Mögliche Angriffe auf entsprechende Objekte werden sehr ernst genommen. Daher ist die enge Zusammenarbeit mit den Sicehrheitsbehörden unabdingbar.

Kompletter Schutz nicht machbar

Auch wenn für den Ernstfall überall Notfall- und Wiederanlaufpläe vorliegen, so geben die Netzbetreiber zu bedenken, dass ein 100%iger Schutz niemals möglich ist. Bewährte Schutzstandards werden als Orientierung hergenommen und darauf basierend werden auch regelmäßig neue Schutzmaßnahmen eingeführt. Details nennen die Netzbetreiber aus Sicherheitsgründen nicht.

Politik fordert rechtliche Rahmen

Neben Sicherheitspersonal und bewährten Maßnahmen, wird auch die Nutzung von Videoüberwachung mit KI-Technik immer stärker forciert. Hierfür sollen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht nur geschaffen, sondern auch der Lage entsprechend umgesetzt werden, fordert der innenpolitische Sprecher der CSU, Holger Dremel. Es ist nicht hinnehmbar, dass der Staat in seiner Infrastruktur durch Vorkommnisse, wie in NRW, Brandenburg, oder auch anderswo, gefährdert wird, so Dremel weiter. Daher muss hier auch rechtlich entgegengesteuert werden.

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