Seit mehreren Jahrzehnten besteht eine freundschaftliche Beziehung zwischen den Kunstverein Bamberg und dem Schweinfurter Künstler Dierk Berthel. Nun zeigt er – endlich! – seine Werke im Kunstraum Kesselhaus. Titel der Ausstellung: Unfinished Spaces Vol.2
Skulpturen wie für den Raum gemacht
Dabei zeigt sich, dass die Skulpturen von Dierk Berthel wunderbar mit dem Ausstellungsraum harmonieren. „Das ist kein White Cube. Hier gibt es Leitern, Stromkästen, Kabel, das fügt sich gut ein“, sagt der Schweinfurter. Im Kesselhaus wurde früher Krankenhauswäsche gewaschen, im Frühjahr und Sommer dient das Gebäude mit Baujahr 1961 als Kunstraum.
Materialmix ist Pflicht
Dierk Berthel arbeitet mit Holz, Metall und Stein. Mindestens zwei Materialien mischt er in der Regel. Einige Arbeiten haben einen industriellen, dunklen Charakter. Jüngere Werke sind heller und bunter, fast schon verspielt und kindlich. „Ich verändere mich stetig und das ist gut so“, sagt der Künstler. Er verrät auch, dass viele Objekte aus dem Unterbewusstein entstehen. So findet das Publikum im Kesselhaus große Federbälle aus Metall. „Die habe ich in meiner Werkstatt erschaffen, ohne nachzudenken. Meine Frau meinte dann, die sähen aus wie Federbälle und ich dachte mir, stimmt!“, schmunzelt Dierk Berthel. Seine Ausstellung geht am Freitag, 13. März mit einer Vernissage um 19Uhr los, danach läuft sie bis zum 26. April.