Auf der B173 bei Lichtenfels ereigneten sich am Montagabend (12. Januar) eine Massenkarambolage und weitere Unfälle mit über 20 Fahrzeugen. Aufgrund der schwierigen Bedingungen und der Vielzahl an beteiligten Fahrzeugen standen die Einsatzkräfte vor einer besonders schweren Herausforderung. Mehrere Personen wurden verletzt. Zudem musste die Straße stundenlang gesperrt werden.
Rettungs- und Streufahrzeuge erreichen Unfallstelle kaum
„Die Fahrbahn war teilweise vollständig blockiert und spiegelglatt, sodass sich die Retter ihren Weg zu den Unfallstellen teils zu Fuß regelrecht erkämpfen mussten“, so beschreibt die Feuerwehr Lichtenfels die Situation vor Ort. Lange Zeit war es aufgrund der Glätte nicht möglich, erforderliches Streusalz an die Unfallstelle zu bringen, da selbst die Räum- und Streufahrzeuge an ihre Grenzen kamen.
Streufahrzeug und Lkw an Massenkarambolage beteiligt
In einem ersten Fazit hat die Polizei nun bestätigt, dass in Fahrtrichtung Kronach, zwischen den Abfahrten Lichtenfels-Ost und Lichtenfels-West, insgesamt 20 Fahrzeuge, darunter ein Sattelzug und ein Streufahrzeug, an der Massenkarambolage beteiligt waren. Die B173 ist derzeit aufgrund einer Baustelle in diesem Bereich lediglich einspurig befahrbar. Dadurch wurden die Räumungsarbeiten zusätzlich erschwert. Insgesamt zehn der kollidierten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die B173 war für rund fünf Stunden voll gesperrt.
Polizei- und Feuerwehrfahrzeug kollidieren
Auch im weiteren Verlauf der B173 kam es zu Unfällen. Zwei Pkw stießen fast zur gleichen Zeit nur rund drei Kilometer entfernt, auf Höhe der Abfahrt Michelau, frontal ineinander. Mindestens 20.000 Euro Sachschaden verursachte allein diese Kollision. Im weiteren Verlauf kollidierte auch ein im Einsatz befindliches Polizeifahrzeug mit dem Kommandowagen der Feuerwehr Lichtenfels. Personen kamen hierbei glücklicherweise nicht zu Schaden.
Polizei ermittelt
Insgesamt wurden mindestens 13 Personen verletzt, darunter zwei schwer. Eine genaue Anzahl ist derzeit noch nicht bekannt. Die Höhe des Sachschadens beim Massenunfall ist noch unklar. Die Ermittlungen laufen.